Skip to content

Das unabhängige Magazin für professionelle CAD-Anwender

Main Navigation
  • Aktuelles
  • Software
  • Hardware
  • Specials
  • Messen
  • Termine
  • Kontakt

CADFEM Conference zeigte Hunderte Beispiele für den Einsatz von Simulation und KI

Über die großen Sprachmodelle ist KI längst im Alltag angekommen. Derzeit verändert sie fundamental die Art und Weise, wie Produkte entwickelt werden. Vertreter aus der Forschung und der Industrie haben auf der vor wenigen Tagen abgehaltenen CADFEM World Conference in Darmstadt unterstrichen, dass auf KI im Digital Engineering nicht mehr verzichtet werden kann, die Verantwortung aber immer beim Menschen bleiben müsse.

„Durch KI werden sich die Aufgaben von vielen Simulations-Ingenieuren erheblich verändern, weg von der reinen Software-Bedienung und hin zur Kontrolle spezialisierter KI-Agenten“, betonte unter anderem Christoph Müller, Geschäftsführer der CADFEM International GmbH. In seiner Keynote Simulation Beyond Classical Engineering zeigte er auf, wie KI im Bereich der Simulation bereits genutzt werde: Dies sei noch nicht so wie bei den bekannten großen Sprachmodellen, die auf jede Fragestellung eine Antwort haben. Vielmehr ginge es um individuelle agentische Workflows, die sogar Teil der Unternehmensprozesse werden: Von der E-Mail-Anfrage, über Konstruktion, Simulation und Optimierung von digitalen Produktmodellen bis hin zur Angebotserstellung, unter Berücksichtigung diverser Firmenrichtlinien und Einhaltung von Compliance-Themen wie CO2-Fußabdruck oder REACH-Verordnungen.

Dabei verändere sich die Rolle von Ingenieuren: Ihre Verantwortung bleibe hoch, ihr Fokus verlagere sich jedoch beispielsweise auf die Überprüfung und Validierung von Ergebnissen, deren Plausibilität und Zuverlässigkeit essenziell sind, was aber eine KI nicht garantieren könne.

Über 120 Beiträge unter anderem von Synopsys, ePlane Company und Bosch
Weitere Keynotes unter anderem von Sassine Ghazi, President und CEO von Synopsys Inc., Satya Chakravarthy, dem Gründer der ePlane Company aus Indien oder Simon Wolfangel, Section Manager Digitalization bei Bosch sowie und rund 120 Vorträge und Workshops auf der Conference gaben ebenfalls Einblick, wie Digital Engineering unter Vorzeichen von KI gestaltet werden kann. Neben einem guten Dutzend Aussteller von Hochschulen und aus der Industrie zeigten sie, wie die Entwicklung von Produkten und Anwendungen aus unterschiedlichen Disziplinen und Branchen durch die Kooperation Ingenieur-Wissen und künstlicher Intelligenz optimiert und beschleunigt wird. Dazu zählten Beispiele aus Motorsport, Elektronik, Luft- und Raumfahrt, Getränkeindustrie und Medizintechnik wie auch Drohnen- und Verteidigungstechnologien.

Vorteile durch Kooperation mehrerer Unternehmen in der Entwicklung
Es sei zudem wichtig, die digitale, elektronische und physikalische Entwicklung stärker zu verknüpfen, um aus smarten Produkten intelligente Produkte zu machen. Außerdem müssten Unternehmen untereinander und mit der Forschung noch enger zusammenarbeiten.

Profitiert hatte davon zum Beispiel die Krones AG im bayerischen Neutraubling. In Kooperation mit Unternehmen wie Microsoft, NVIDIA und CADFEM wurde ein physikalisch exakter digitaler Zwilling geschaffen, der KI-Agenten in wenigen Minuten verschiedene Szenarien und Einstellungen in einem virtuellen Modell prüfen lässt und damit Arbeitsabläufe automatisch optimiert. Thomas Albrecht, Head of Analytics and Simulations, betonte auf der Conference die Bedeutung dieser Kooperation: „Die Integration von KI-basierter Fluid-Simulation in den digitalen Zwilling der Abfüllmaschine hat völlig neue Möglichkeiten der Prognose, Optimierung und Visualisierung eröffnet.“

Neben der Kooperation und der Verknüpfung von Digitalem Zwilling und KI sahen Referenten und Aussteller zusätzliches Potenzial in einem horizontalen Co-Design. Wenn elektronische und physikalische Produktentwicklung etwa im Fahrzeugbau, Optik oder im Maschinenbau gleichzeitig stattfinden, ließen sich Entwicklungsprozesse und die Zeit bis zur Marktreife noch einmal deutlich verkürzen. Die CADFEM World Conference ist eines der größten Treffen von Entwicklungs-Ingenieuren aus Forschung und Wirtschaft im Bereich Simulation und Digital Engineering.

www.cadfem.net

Beitragsbild: Plenum mit Keynote von Christoph Müller, Geschäftsführer CADFEM International (Foto: CADFEM / Kristof Lemp)

Related Posts

  • Warm-up-Event von RIB Software im Vorfeld der BIM World Munich
  • Rockwell Automation führt mit FactoryTalk Conductor eine KI-native Orchestrierungsplattform für industrielle Automatisierung ein
  • Canon führt Connected Value Platform für neue KI-basierte Druck- und Scanfunktionen ein

Post navigation

Warm-up-Event von RIB Software im Vorfeld der BIM World Munich

Neueste Beiträge

  • CADFEM Conference zeigte Hunderte Beispiele für den Einsatz von Simulation und KI
  • Warm-up-Event von RIB Software im Vorfeld der BIM World Munich
  • HIS Technology auf der SPS 2026: digitale Planungskompetenz und automatisierte Abläufe
  • Rockwell Automation führt mit FactoryTalk Conductor eine KI-native Orchestrierungsplattform für industrielle Automatisierung ein
  • Canon entwickelt Printer-EDR-Technologie für Druck- und Multifunktionssysteme

Schlagwörter

3D 3D-CAD 3D-Druck Additive Fertigung Additive Manufacturing AEC AM Architekten Architektur Bau Bauwesen BIM CAAD CAD CAD/CAM Design Digitaler Zwilling Digitalisierung Display Displays Drucker Drucklösungen Fertigung FORMNEXT GIS HANNOVER MESSE Hardware Ingenieure INTERGEO KI Konstruktion Maschinenbau Messe Monitor Nachhaltigkeit Personalie PLM Produktentwicklung Produktnews Simulation Software Termine Unternehmen Veranstaltung Workstation
Copyright © 2026 up2media AG
  • Impressum
  • AGB
  • Datenschutz