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RIB auf der INTERGEO – Standardisierte Prozesse für BIM im Straßenbau

BIM2AVA, ein direkter Transfer von CAD-Modellinformationen in ein Programm für Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung (AVA) im Straßen- und Brückenbau mit durchgängig eindeutigen Informationen, die mit einem hohen Automatisierungsgrad bereitgestellt werden können: Im Rahmen eines gemeinsamen Vorhabens mit dem Arbeitstitel „Standardisiertes Parametrisierungssystem im Bundesfernstraßenbau“ wurden im vergangenen Jahr die Grundsteine für eine erste Richtlinie für den Infrastrukturbau gelegt.
Mittelfristig sollen damit sämtliche, an Bauprojekten Beteiligte, die mit einer CAD- und AVA-Software planen, ihre Bauaufgaben – von der Mengenermittlung bis zur Vergabe – vollkommen durchgängig bearbeiten können. Erste, im Straßenbau umgesetzte Bauprojekte erreichen ein sehr hohes Qualitätsniveau und versprechen zudem eine Zeitersparnis von rund 50 %.
Die am Vorhaben beteiligte RIB Software GmbH veranschaulicht die neuen, automatisierten und teilweise bereits standardisierten Prozesse innerhalb der eigenen Softwareprogramme RIB Civil (CAD) sowie RIB iTWO (AVA) auf dem Messestand Nr. B6B035 in Halle B6 vom 15. bis zum 17. September auf der INTERGEO in München.

Das Projekt von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV), der DEGES, RIB und dem Steinbeis-Transferzentrum wurde initiiert, um erstmals einen eindeutigen Standardisierungskatalog für Infrastrukturprojekte, analog zum Hochbau, für die Anwendung der BIM-Methode bereitzustellen. Beteiligt sind zusätzlich das Fernstraßen-Bundesamt sowie die Autobahn GmbH des Bundes. Als Grundlage dient der im Straßen- und Tiefbausektor etablierte Standardleistungskatalog (STLK). Der Datenaustausch erfolgt laut Herstellerinformation über den aktuellen *IFC-Standard IFC 4×3. Dieser biete, wie RIB verrät, die Option, entsprechende Automatismen für Projekte im Straßen- oder auch Brückenbau zu hinterlegen. Rund 70 % der Informationen sollen als eindeutige Texte vom Modell in die AVA übertragen werden und als Grundlage zur Generierung von Leistungsverzeichnissen (LVs) dienen. Dabei besteht weiterhin die Möglichkeit, mit den im Straßenbaubereich üblichen Freitexten zu arbeiten. Einige Anwendungsfälle sind bereits fertig umgesetzt. Kurzfristig plant die FGSV, auch alle anderen fertigzustellen und anzubieten.

Durch die Verknüpfung des CAD-Systems RIB Civil und RIB iTWO mit dem STLK lassen sich mit Hilfe von Ausstattungsinformationen und Regeln Mengen eindeutig zuweisen und es kann unmittelbar ein LV generiert werden. Zeitraubende, manuelle Übertragungen von Daten sollen sich somit auf ein Minimum reduzieren und gleichzeitig Fehler, oftmals begründet durch die Übernahme von Informationen aus früheren Projekten per Copy and Paste, vermeiden lassen. Über den IFC-4×3-Standard können die Informationen genauso von Projektpartnern, die Softwareprogramme anderer Hersteller im Einsatz haben, weiterbearbeitet werden.

„Mit dem „Standardisierten Parametrisierungssystem für den Bundesfernstraßenbau“ bieten wir für den Straßen- und Infrastrukturbau jetzt die Möglichkeit, BIM2AVA erstmalig analog zum Hochbau einzusetzen und das vollkommen herstellerneutral“, verrät Andreas Dieterle, Sales Manager bei der RIB Deutschland GmbH mit Fokus auf den Infrastrukturbau. „Damit stehen nun praktikable Werkzeuge zur Verfügung, um die dringend erforderliche Sanierung vieler Fernstraßen und Brücken im gesamten Bundesgebiet bestmöglich zu unterstützen“, führt er weiter aus.

Die Leitmesse für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement vereint im September in München in diesem Jahr einmal mehr Fachbesucher, Unternehmen, Forschung und Verwaltung aus dem gesamten Geo-Umfeld. Auf der Internetseite unter https://www.rib-software.com/unite/de/dach/intergeo/ bietet der Hersteller kostenfreie Tickets für einen Messebesuch – nach eigenen Angaben solange der Vorrat reicht.

www.rib-software.de

* Das buildingSMART-Datenmodell, auch bekannt unter der Bezeichnung Industry Foundation Classes (IFC), stellt ein allgemeines Datenschema dar, das einen Austausch von Informationen zwischen verschiedenen proprietären Software-Anwendungen ermöglicht.

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